Michal Bartík, Sandra Dudek, Michael Stavarič, Ursula Ebel, Julia Miesenböck, Anna Beata Háblová: ©ÖGfL
Am Mittwochabend stellte die gebürtige Prager Architektin, Schriftstellerin und bildende Künstlerin Anna Beata Háblová ihren erstmals in deutscher Übersetzung erschienenen Roman »Die Schicht« (Geparden Verlag) vor. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Reihe CZ-AT statt und wurde von Michael Stavarič moderiert.
»Die Schicht« greift ein zentrales Dilemma des Künstlermilieus auf: Können Künstlerinnen und Künstler von ihrer Kunst leben? Háblová taucht tief in die Welt der Kunstschaffenden ein und porträtiert mit scharfem Blick und ironischem Ton die Lebensrealität ihrer Protagonistin Petra: Diese steht im Spannungsfeld zwischen ihrer Leidenschaft für die Kunst und ihrem Alltag als Kassiererin im Supermarkt.
Im Gespräch mit Michael Stavarič erzählte die Autorin über ihren Schreibprozess, der unter anderem auch von architektonischen Eindrücken aus Amsterdam inspiriert wurde. Dabei reflektierte sie ihre doppelte Leidenschaft für Architektur und Literatur. Sie erzählte auch von ihrer Studienzeit, in der sie statt technischer Projektdokumentationen lieber Gedichte einreichte, sowie von der Ambivalenz des katholischen Glaubens, den sie sowohl als manipulative Strategie als auch sinnstiftende Kraft beschreibt.
Das Dolmetschen aus dem Tschechischen ins Deutsche übernahm die in Prag lebende Übersetzerin und Dolmetscherin Julia Miesenböck, die auch die deutsche Übersetzung des Romans vornahm.
Nach der Veranstaltung ließen die Gäste den Abend bei Wein und Knabbereien ausklingen.
Begrüßung: Ursula Ebel
Moderation: Michael Stavarič
Dolmetsch: Julia Miesenböck
Österreichische Gesellschaft für Literatur, 8. April 2026
Gemeinsam mit dem Tschechischen Zentrum Wien