Organisiert von der Erika Mitterer Gesellschaft, fand am Donnerstag und Freitag in der Literaturgesellschaft eine Tagung statt, deren Ziel es war, das literarische Werk Erika Mitterers im Kontext der gesamteuropäischen christlich-katholischen Renaissance der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu betrachten sowie, ihr literarisches Umfeld zu erkunden.
Eröffnet wurde das Symposion am Donnerstag Vormittag nach einführenden Worten von Wynfrid Kriegleder, dem Präsidenten der Erika Mitterer Gesellschaft, von Herwig Gottwald, der über Erika Mitterers katholische Sozialisation sprach. Anschließend kamen Lucjan Puchalski mit einem Vortrag über Heimito von Doderers Konversion zum Katholizismus sowie Waldemar Zacharasiewicz mit Ausführungen über katholische Erzähler*innen im US-amerikanischen Süden an die Reihe. Es folgten Marek Rajch – zu deutschen katholischen Schriftstellern in der Volksrepublik Polen nach dem Zweiten Weltkrieg – und Aneta Jachimowicz, die eine vergleichende Analyse der Romane von Teodor Parnicki und Gerhart Ellert vornahm.
Nach der Mittagspause waren Frank Thomas Grub und Markus Kleinert zu hören, die beide Theodor Haecker in den Mittelpunkt ihrer Vorträge stellten. Den Abschluss des ersten Symposion-Tages bildete Ralf Georg Czapla, der Hans Leifhelm als katholischen Dichter skizzierte.
Der Freitag begann mit Ausführungen zu Verlagen: Ulrike Tanzer sprach über die Gründung des Otto-Müller-Verlags, gefolgt von Thomas Pittrof, der sich dem westdeutschen Paulus/-Georg-Bitter-Verlag widmete. Anschließend waren Louise-Marie Jandl – zu Emilie Mataja – und Markus Ender – zu Ludwig von Ficker – zu hören.
Nach der Mittagspause folgten Ausführungen von Lukas Pallitsch zu Franz Werfel, von Astrid Nischkauer zu Melitta Urbancic und von Torsten Voß, der die »Renouvau catholique« in den Mittelpunkt seines Redebeitrags stellte. Den letzten Vortrag hielt Christoph Fackelmann zum Thema der Lyrikpoetologien der Zwanziger- und Dreißigerjahre.
Österreichische Gesellschaft für Literatur, 7. und 8. Mai 2026