Der gestrige Abend widmete sich einem zu Unrecht vergessenen deutschsprachigen Autor der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Gregor von Rezzori (1914–1998).
Der rumänisch-österreichische Schriftsteller, Journalist und Filmschauspieler schuf einen Mythos um seinen Herkunftsort, die österreichisch-ungarische Bukowina, und seinen späteren Status als Staatenloser wie kaum ein anderer. Der Übersetzer und Germanist José Aníbal Campos arbeitet seit einiger Zeit Rezzoris literarischen Nachlass in Santa Maddalena auf und ermöglichte dem Publikum gestern einen Einblick in dessen Werk und Leben. Er erzählte u.a. wie er selbst dazu kam, über Rezzori zu arbeiten, sprach über Manuskripte, Briefe, die der Autor mit bedeutenden Persönlichkeiten der Kulturszene führte und Kalender, die auf Begegnungen und Ereignisse, aber auch Alltägliches in Rezzoris Leben hinweisen. Zum Abschluss zeigte Campos Fotos aus Rezzoris Leben.
Wie er betonte, ist Beatrice Monti della Corte, Rezzoris Witwe, die auch heute noch in dem Haus in der Toskana lebt, von großer Bedeutung in der Aufarbeitung des Werks.
Moderation: Manfred Müller
Österreichische Gesellschaft für Literatur, 27.1.2026
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©ÖGfL -
José Anibal Campos ©ÖGfL -
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José Anibal Campos und Müller ©ÖGfL -
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