Gestern Abend fand bereits die 35. Ausgabe der Reihe ›Werk.Gänge‹ mit Brigitte Schwens-Harrant statt. Diesmal lud die Literaturkritikerin und Feuilletonchefin der ›Furche‹ den bekannten Autor und Erzähler Michael Köhlmeier in die Literaturgesellschaft ein, um mit ihm einen Blick auf seinen schriftstellerischen Werdegang sowie seine Werke zu werfen. Sie sprachen dabei unter anderem über die Romane »Moderne Zeiten« (1984), »Abendland« (2007) und »Das Mädchen mit dem Fingerhut« (2016).
Im Gespräch erzählte Michael Köhlmeier u.a. über den Beginn seiner schriftstellerischen Karriere, den Einfluss und die Unterstützung seiner Eltern bei der Berufswahl sowie seine Liebe zur Mathematik. Ebenso thematisierte er den für seine Arbeit wichtigen und stetigen Austausch mit seiner Frau, der Autorin Monika Helfer.
Im Rückblick auf bereits vor Jahrzehnten erschienene Texte, beispielsweise seinen zweiten veröffentlichen Roman »Moderne Zeiten«, erinnert er sich mehr an die Zeit des Schreibens als an das Werk selbst. In seinem 2007 erschienenen Roman »Abendland verarbeitete er den frühen Tod seiner Tochter und die damit einhergehende Auseinandersetzung mit Abschied und Trauer. Auch Sagen und Märchen durften am gestrigen Abend natürlich nicht fehlen. So sprach er etwa über die Absurdität der Bremer Stadtmusikanten, die in vielen Märchen anzutreffende große Grausamkeit und seine Bewunderung der Gebrüder Grimm.
Österreichische Gesellschaft für Literatur, 4. Dezember 2025